Man kann alles haben, machen und sein … nur eben nicht gleichzeitig.

Sicherlich, man kann duchaus den Großteil seines Lebens damit verbringen, ein Menschenfeind zu sein, xenophob aus Prinzip, schwulenfeindlich, intellektuellenfeindlich, künsterlerfeindlich sowie Frauen- und mitunter sogar Kinderfeindlich, von enem permanenten Mißtrauen gegen Alles und Jeden erfüllt, durchdrungen vom ständigen Sich-gestört-fühlen durch die Ambitionen, Intentionen, Taten und Worte von anderen, besonders, wenn sie so völlig anderes sind als man selbst (z.B. gutausehend, intelligent, humorvoll und beliebt bei eben solchen Menschen); das geht durchaus … oder aber man legt eher die Tendenz an den Tag, Menschen zu mögen, so wie man, wenn man es richtig macht – auch sich selbst mögen sollte. (Fast schon eine Binsenweisheit ist ja die ausformulierte Erkenntnis geworden, dass niemand in der Lage ist zu lieben, der sich selbst nicht liebt; so einfach wie wahr es auch, dass es anderen dann schwerer fällt, einen zu lieben). In diesem Falle wird man wohl eher versuchen, das zu Leben, was „Toleranz“ genannt wird, im Umgang mit anderen Menschen zuallererst auf der Suche nach deren positiven Eigenschaften zu sein, das größtmögliche Verständnis aufzubringen – unabhängig davon, ob man so voll und ganz versteht, was man da so vorfindet – handelt es sich nun um Homosexuelle, Huren oder gar Kriminelle. Man kann als Lieblingsworte ein ständiges „Geht gar nicht!“ auf den Lippen führen oder aber wissen, dass alles möglich ist. Man kann auf seinem Recht bestehen, ein borniertes, ignorantes und bigottes Arschloch zu sein (das ist weltweit schliesslich legal) zu sein, ohne jedwedes Interesse für auch nur irgendetwas, was einem nicht direkt persönlich betrifft oder aber ist stets neugierig auf den Rest der Welt da draussen, unser Universum und möglicherweise sogar noch andere, die u.U. daneben noch existieren, aufgeschlossen, möglichst vorurteilsfrei, voller Empathie für seine Mitmnschen aber immer skeptisch, besonders gegenüber Authoritäten, die einem stetig versuchen zu suggerieren, dass das Maß an eigener Progressionsbereitschaft schon fast pathologisch zu nennen ist, dass es ungaublich wichtig sei, sich immer und jederzeit den Normen einer Gesellschaft anzupassen, die herausstehende Nägel immer noch tendenziell einzuschlagen versucht und statt dessen lieber einen Hitler wählt, Trump oder neuerdings auch in betrüblich steigendem Umfang die AfD. Uniform im Denken, das sowieso auf geringem Niveau stattfindet, nicht nur soziale Verantwortung leugnend, sondern gar Eigenverantwortung, intellektuell träge, möglicherwesie religiös, solange die Religion es rechtfertigt, sich so nachlässig und vernatwortungslos zu verhalten (und seinen wir ehrlich: die abrahamitischen Religionen, die unseren Planeten dominieren, haben Intelligenz traditionell immer eher als Feind betrachtet, als sie irgendwie zu würdigen),dumpfbackig, mopsig … im Prinzip auch einfach nur sämlich. Klar, eine Personifizierung des blanken Neides, der ruchlosen Gier und der egomanen Angst darzustellen ist auch nicht strafbar, ein „gutes“ Recht, dafür aber von vernünftig denkenden und aufrichtig fühlenden Menschen gemocht zu werden, ist es nicht, auch nicht die Anerkennung von irrelevanten Meinungen als signifikant, die auf Allgenanntem fussen, ist keine Pflicht der Anständigen, die man sogar in angeblich „gesunden“ Gesellschaftsssystemen so offen dafür verachten darf, nicht so schamlos und selbstgefällig zu sein wie man selbst. Man kann zu jenen gehören, denen es genügt, die eigenen heiligen Kühe vom Eis fernzuhalten, denen persönlicher, materieller Profit wichtiger ist als sogar die körperliche Unversehrheit derer, die sich „persönliche Freunde“ schimpfen oder aber zu solchen, die tagtäglich versuchen, wenigestens einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen, nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere, weil sie die evolutionäre „Doktrin“ der Arterhaltung anerkennen, immer auch, egal was sie sonst auch noch so tun, daran mitzuarbeiten, eine bessere und strahlendere Zukunft zu gestalten. Man kann nach „Unten“ treten, oder sich nach „Oben“ orientieren, Menschen als nachahmenswerte Vorbilder betrachten, die das angeblich „Unmögliche“ immer und immer wieder wahr machen, nämlich vielleicht langsam aber doch stetig zu einer Verbesserung der Lebensumstände auf unserer an und für sich schönen Erde beitragen, anstatt nur ein weiterer Stein in der Mauer einer absurden Pädagogik zu sein, die trotzige Exzentrik und Weltverbesserungsdrang als unnötige Ressourcenverschwebndung betrachet.

Ja, das ist alles möglich und im kosmischen Maßstab hat es offensichtlich keinerlei Bedeutung, welchen Weg man wählt, da muss man sich auch zu nichts gezwungen fühlen … obschon zwar sich hier die Frage erhebt warum man man jemand sein wollte, den die Welt nun absolut nicht braucht, wenn man auch zu jenen gehören kann, die sie retten.

Wer gern Wein säuft, sollte das auch seinen Mitmenschen zugestehen und nicht Wasser predigen.

Ein schönes Leben noch.

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